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Bolin-NDI-Kameras sorgen für extrem geringe Latenz und Flexibilität im Dirigenten-Kamerasystem von Glyndebourne


Die Geschichte des Glyndebourne Opera House

Das Glyndebourne Opera House, eingebettet in die Landschaft von East Sussex in England, ist einer der renommiertesten Opernschauplätze der Welt. Glyndebourne wurde 1934 von John Christie und Audrey Mildmay gegründet und steht seit langem für Innovation und technische Exzellenz bei der Inszenierung.


Das jährliche Glyndebourne Festival zieht Zuschauer aus aller Welt an und verbindet klassische Tradition mit modernster Bühnenkunst. Hinter den Kulissen sorgen die AV-Systeme des Theaters für einen reibungslosen Ablauf hochkomplexer Inszenierungen, wobei der Schwerpunkt auf der visuellen Kommunikation zwischen Darstellern, Musikern und dem technischen Personal liegt.

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Hinter den Kulissen: Warum die Videotechnik in Glyndebourne so wichtig ist

Das Herzstück der Videoinfrastruktur von Glyndebourne bildet das Dirigentenkamerasystem – ein unverzichtbares Hilfsmittel, das Musikern, Sängern und dem Bühnenteam während der Aufführungen und Proben einen klaren Echtzeit-Blick auf den Dirigenten ermöglicht. Da die Latenzzeit für die musikalische Präzision eine entscheidende Rolle spielt, erforderte jede Modernisierung dieses Systems absolutes Vertrauen in die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Videoübertragung.


„Kamerasysteme für Dirigenten sind oft vernachlässigt worden, da die Latenzzeit hier eine entscheidende Rolle spielt“, sagt Jonathan Moss, Leiter der Abteilung Ton und Video in Glyndebourne.


„Obwohl wir das Glück hatten, bereits vor einigen Jahren auf LCD-Bildschirme umgestellt zu haben, waren wir aufgrund der erforderlichen Latenzzeit nach wie vor stark auf den analogen Bereich beschränkt. Dies führt häufig zu Beschwerden seitens der Darsteller hinsichtlich der Bildqualität und der Bildgröße.“


Glyndebourne hatte sich zum Ziel gesetzt, dieses System zu modernisieren – ohne dabei die für die Darsteller unverzichtbare, nahezu null-nahe Latenz zu beeinträchtigen.


Kernanforderungen an die Videotechnik in einer Live-Opernumgebung

Um dies zu erreichen, stellte Glyndebourne mehrere wichtige technische Anforderungen:

Extrem geringe Latenz: Ein Dirigentensignal muss die Musiker praktisch ohne Verzögerung erreichen.

Hohe Bildqualität: Ein scharfes, farbgetreues Bild verbessert die Sichtbarkeit für Musiker und Sänger.

• NDI®- und SDI-Kompatibilität: Durch die Unterstützung sowohl der Netzwerkverteilung als auch der direkten SDI-Ausgabe ist Flexibilität innerhalb der bestehenden Infrastruktur gewährleistet.

Kompakte Bauweise: Eine unauffällige Installation ist auf der Bühne, im Zuschauerraum und im Orchestergraben unerlässlich.

Flexible Steuerung: Mehrere Steuerungen und eine schnelle Umstellung waren entscheidend für dynamische Bühnenumgebungen.

„Unser Ziel war es, ein System zu finden, das zur Vereinfachung der Verteilung gleichzeitig über ein Netzwerk genutzt werden kann, sowie SDI, um die Kompatibilität mit bestehenden Systemen zu gewährleisten und eine Option mit extrem geringer Latenz zu bieten“, erklärt Moss. „Flexibilität und einfache Implementierung waren ebenfalls wichtig, weshalb wir uns für eine Reihe der kleineren N2-PTZ-Kameras entschieden haben.“

Die Lösung: Bolin R9-418N und N2-220X Kameras

Glyndebourne entschied sich für eine Kombination aus Bolin R9-418N- und N2-220X-Kameras für seine modernisierten Dirigenten-Kamera- und Show-Relay-Systeme. Beide Modelle verfügen über native NDI®-Unterstützung und SDI-Ausgänge, was dem technischen Team volle Flexibilität bei digitalen und herkömmlichen Arbeitsabläufen bietet.


Die R9-418N liefert gestochen scharfe 4K-Bilder in kompakter Bauweise – ideal für feste Aufstellungen, bei denen der Dirigent im Mittelpunkt steht.


Die PTZ-Kameras N2-220X bieten einen reibungslosen, geräuschlosen Schwenk-, Neige- und Zoom-Betrieb und eignen sich ideal für eine flexible, unauffällige Überwachung

im gesamten Veranstaltungsort.


„Bolin wusste, wie entscheidend es war, hier alles richtig zu machen, und hat uns bei einer Reihe von Tests und Vorführungen unterstützt, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Beteiligten an Bord waren, bevor wir den Schritt wagten“, sagte Moss. „Kombiniert man das mit einer Produktpalette, die unseren Anforderungen wirklich so gut entspricht, wird es zu einer naheliegenden Entscheidung.“

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Ein bewährtes System: Bolins NDI-Kameras im täglichen Einsatz

Das neue, auf Bolin basierende Dirigentenkamerasystem hat in Glyndebourne die Erwartungen übertroffen und überzeugt sowohl durch seine technische Leistungsfähigkeit als auch durch seine operative Flexibilität:

Extrem geringe Latenz: Das Bild der Dirigentenkamera weist im Vergleich zum bisherigen analogen System keinen spürbaren Anstieg der Latenz auf.

4K-Bildqualität: Sänger und Musiker profitieren nun von einem scharfen, hochauflösenden und farbgetreuen Bild. NDI vereinfacht die Aufzeichnung: Moderne digitale Arbeitsabläufe werden dank nativer NDI-Ausgänge nun problemlos unterstützt.

Schnelle Bereitstellung: PTZ-Kameras werden flexibel zur Überwachung von Spezialeffekten eingesetzt – beispielsweise bei Falltüren, Feuereffekten oder Drehbühnen.


„Zwar bestand der zentrale Ausgangspunkt dieses Projekts darin, die Kameras, die Verteilung und die Bildschirme unseres Kamerasystems für den Zugführer zu modernisieren, doch haben sich die Bolin-Kameras als so beliebt erwiesen, dass wir unsere Kapazitäten erweitern konnten, während wir gleichzeitig das Kernziel erreicht haben“, erklärt Moss. „Wir haben ein digitales Kamerasystem für den Zugführer geschaffen, das im Vergleich zu unserem analogen System keine spürbare Erhöhung der Latenzzeit aufweist und im „Process“ ein hervorragendes 4K-Bild liefert.“ 



Fazit

Durch den Einsatz der Kameras R9-418N und N2-220X von Bolin ist es Glyndebourne gelungen, einen wichtigen Teil seiner Videoinfrastruktur zu modernisieren, ohne die für die Musiker unverzichtbare geringe Latenz zu beeinträchtigen.


Dank verbesserter Bildqualität, flexibler Einsatzmöglichkeiten und der umfassenden Unterstützung durch Bolin während des gesamten Prozesses hat das Team von Glyndebourne den Einsatz von Videotechnik im gesamten Gebäude ausgeweitet und damit sowohl die technische Steuerung als auch das kreative Potenzial verbessert.


„Bolin hat uns von Beginn an unglaublich unterstützt“, sagt Moss. „Es ist ein System, das unsere Erwartungen übertroffen, das Problem der Latenz gelöst und uns dabei geholfen hat, den Einsatz von Video im gesamten Veranstaltungsort weiterzuentwickeln.“

Während Glyndebourne weiterhin Pionierarbeit bei der Innovation in der Opernproduktion leistet, ist Bolin stolz darauf, diese Mission mit leistungsstarken Videolösungen zu unterstützen, die auf Präzision, Flexibilität und Zuverlässigkeit ausgelegt sind.